Sonntag, 30. Dezember 2012

Silvester

Wir verbinden damit ja im Grunde nur den Jahreswechsel, doch in vielen anderen Ländern ist dies auch ein sehr gebräuchlicher Vorname, dessen Namenstag am 31. Dezember ist. Der Name ist abgeleitet vom lateinischen „Silva“ für Wald bzw als Namen Waldmensch. Vor sehr sehr langer Zeit war der letzte Tag des Jahres noch der 24. Dezember, erst im Jahre 1582 wurde dieser Tag auf den 31. Dezember verlegt, auf den Todestag des Papstes Silvester I., im Jahre 335. Von nun an galt der gregorianische Kalender. Auch ist Silvester kein christliches Fest, sondern entspringt eher einen heidnischen Brauchtum. Die alten Germanen glaubten an Wotan, den Kriegsgott, der besonders in der langen dunklen Jahreszeit mit seinem Heer durch die Lüfte zog und Unheil brachte. So entstand zum Jahreswechsel die Tradition mit Peitschenknallen und Lärm die bösen Geister zu vertreiben. LondonTrafSQNYE

An böse Geister glauben wir ja heute nicht mehr, aber Lärm und Knallerei sind leider geblieben, vor allem durch Böller in Feuerwerk. Allein in Deutschland werden 100 Millionen Euro für Raketen und andere Böller ausgegeben! Die pure Verschwendung, Geld welches man sicher sinnvoller anlegen könnte. Zum Neujahr glauben auch heute noch viele Menschen an Glücksbringer. Meine Oma zum Beispiel steckte immer einen Schuppen vom Silvesterkarpfen in die Geldbörse, es sollte Glück und Reichtum bringen. Andere Menschen nehmen einen Glückspfennig. Nochevieja puertadelsol 2006

In Deutschland feiert man Silvester meist mit viel Musik zusammen mit Freunden und Familie, mit Pfannkuchen, Spielen und Bleigiessen. In den Niederlanden feiert man den „Oudejaarsavond“ (Silvesterabend) im Familienkreis und reicht dazu Oliebollen. In streng calvinistischen Gemeinden, meist kleinen Dörfern auf dem Land, ist jede Feierlichkeit untersagt. Nicht vergessen sollten wir an diesem Tage auch unsere vierbeinigen Familienmitglieder, für die gerade die Knallerei unglaublichen Stress bedeutet. Viele Tiere verfallen hier wirklich in Angst und Panik. Wer weiss, dass sein Tier an diesen Tagen sehr verstört ist, sollte schon im Vorfeld einiges beachten. Mit speziellen CD‘s kann man bereits Monate zuvor beginnen solche Tiere langsam zu desensibilisieren, indem man sie erst leise und kurz an solche Angst machenden Geräusche gewöhnt. Ängstliche Tiere sollte man an solchen Tagen nicht allein zu Hause lassen, Katzen im Haus behalten, Hunde nur an der Leine führen. Verhalten Sie sich selbst normal wie immer, trösten verstärkt nur seine Angst. Gehen Sie die letzte Gassirunde möglichst nicht zu spät, bevor die grosse Knallerei losgeht. Tiere die jährlich immer und immer wieder in Panik verfallen, sollten eventuell mit Naturheilmitteln etwas ruhig gestellt werden. Fragen Sie Ihren Tierarzt.  

In diesem Sinne einen Guten Rutsch für Mensch und Tier. :)

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