Weihnachten in Russland
Anders als zum Beispiel in Deutschland feiert man Weihnachten in Russland nach dem Julianischen Kalender. Nach dieser Berechnung feiert man dieses Fest also am 7. Januar, was nach dem Gregorianischen Kalender, dem 25. Dezember entspricht. Auch den traditionellen Weihnachtsmann kennt man hier nicht, in Russland kommt Дед Мороз ( Ded Moros ), auch bekannt als Väterchen Frost begleitet von seiner Enkelin Snegurotschka (Schneeflöckchen) und einem Jungen Names Neujahr, in einer Troika (ein schön geschmückter Schlitten, der von drei prächtigen Pferden gezogen wird) und bringt den Kindern die Geschenke.
Erst seit 1992 wird Weihnachten in Russland wieder richtig gefeiert. Vor dem Fest gibt es eine Fastenzeit von 40 Tagen, diese endet am 7. Januar mit dem traditionellen Sochivo, einem Festmahl zum Heiligabend aus Weizen, Nüssen und Honig. Das „Heilige Mahl“ am Heiligen Abend, besteht aber aus zwölf Gerichten, für jeden Apostel Jesu eines, jedoch eher einfache Gerichte. Zuvor besucht man jedoch den Gottesdienst, der schon mal mehrere Stunden dauern kann.
Die Kinder sagen Gedichte auf und singen Lieder, junge Mädchen bekommen einen Spiegel, weil die Legende besagt, in ihm sähe man den zukünftigen Bräutigam erscheinen, wenn man bei Kerzenschein durch die Flamme hineinschaut. Auch Wahrsager und Kartenleger sind zur Weihnachtszeit sehr gefragt.
Überhaupt pflegt man ja in Russland noch viele alte Traditionen und auch Aberglauben.
Der Weihnachtsbaum (ёлка – jolka) wird Ende Dezember aufgestellt. In Russland feiert man Weihnachten etwas ausgebreiteter, nämlich offiziell bis zum 11. Januar, also den letzten Tag des Jahres nach dem russischen Kalender, gefeiert wird jedoch bis zum 19. Januar (die heilige Zeit).
Am 7. Januar beginnt das Fest „Swjatki“ – ein zwölftägiges Fest zu Ehren des geborenen Herrn, das mit dem Fest der Taufe des Herrn nach dem russisch-orthodoxen Kalender am 19. Januar (Dreikönigsfest) endet. Und hier wird auch geschlemmt, was die Vorratskammer hergibt.