Donnerstag, 8. August 2013

Kloster Gravenhorst

Ich habe mal wieder einen schönen Ausflug gemacht und einige Bilder und Information mitgebracht. Dieses Mal war ich -nicht zum ersten Mal- im Kloster Gravenhorst, welches sich in der Gemeinde Hörstel / Kreis Steinfurt /NRW befindet. Grav Kloster1

Das Kloster Gravenhorst ist nicht nur wunderschön, sondern auch bereits sehr alt. Im Jahre 1256 wurde es durch Ritter Konrad von Brochterbeck und seiner Frau Amalgarde von Budde gegründet, sie statteten es durch die Schenkung eines Landgutes samt Fischteich sowie Wäldern und Wiesen mit Grundbesitz aus, Tochter Oda wurde später die erste Äbtissin des Klosters. Grav Kloster2
 Im Jahre 1764 gründeten die Ordensschwestern eine Schule für unverheiratete Töchter des Adelsstandes beider Konfessionen und untermauerten so ihre Stellung als notwendige Institution zum Wohl der umliegenden Siedlungen. Teile des originalen Unterrichtsmaterials befinden sich auch heute noch in der Klosterbiliothek von Gravenhorst, sie
beinhalten auch mehrere Handschriften aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Klosteranlage wurde im Laufe ihres Bestehens mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, was das Äussere oft veränderte. Das heutige Aussehen ist bestehend aus dem 18. Jahrhundert. Bereits 1317 kam die Anlage durch einen Brand zu Schaden. Diesem Zwischenfall folgten zahlreiche weitere Zerstörungen. Allein in der Zeit von 1618 bis 1623 wurde das Kloster während des Dreißigjährigen Krieges 13 mal überfallen und geplündert. 1999 begannen erste Planungen zur Sanierung und Restaurierung der Gebäude, die von 2000 bis 2004 stattfanden. Nach der Sanierung änderte sich auch nachhaltig die Bestimmung des Klosters. Die Kirche ist noch sehr aus 1300 erhalten, sie ist der älteste erhaltene Teil des Gebäudes, die Kanzel stammt aus 1700 und der Hochaltar, gefertigt vom Bildhauer Heinrich Meiering wurde 1641 gefertigt.

 Grav Kirche

 im Inneren
 Kloster_Gravenhorst_Kirche_innen

 http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kloster_Gravenhorst_Kirche_innen.jpg vor der Kirche
Grav vor der Kirche
Grabplatten
 Grav Grabplatten

An die Kirche schliesst sich südlich das zweiflügelige Hauptgebäude an. Der Westflügel fiel leider einem Brand zum Opfer, er wurde 1817 unter Einbezug alter Bauteile im klassizistischen Stil wiederaufgebaut, einzig der Kapitelsaal blieb im Originalzustand erhalten. Der Südflügel der Hauptgebäudes stammt aus dem 15. Jahrhundert. In den Hauptgebäuden befinden sich heute einerseits ein gemütliches Klostercafe, ein anderer Teil wird als Kunsthaus genutzt. Hier finden immer wieder sehr schön Veranstaltungen statt, wer Interesse hat, sollte hier mal einen Blick rein werfen: http://www.da-kunsthaus.de/ Klostercafe


Grav Klosercafe Grav Kloster Rück

Weiterhin umfasst das Kloster wunderschöne Aussenanlagen, wie das Brau- und Backhaus, dessen Kernsubstanz in das Mittelalter datiert wird. Auch die zum Kloster gehörige Mühle ist noch erhalten, während von dem ehemaligen Schmiedegebäude nur noch Fundamente existieren.

alte Mühle

 Grav alte Mühle

 Die Klosteranlage ist von weiträumigen Gartenanlagen und Waldgebieten umgeben, die heute ein beliebtes Ausflugsziel darstellen. Hier findet man auch das so genannte Nonnenpättken, das ist ein historischer Verbindungs- und Fluchtweg vom Zisterzienserinnen Kloster Gravenhorst nach Bevergern. Nonnenpättken Grav Nonnenpättken

Labyrinth

 Grav Labyrinth Grav Wanderweg2

Neben dem Kloster befindet sich noch ein Seecafe Grav Seecafe

 Sehr schön auch, eine Wanderung zu planen vom Kloster über den Hermannsweg, habe ich diese Woche zwei Tage gemacht. Wandern im Teutoburger Wald, einfach nur wunderschön. Die Bilder muss ich erst noch sortieren.



Grav wanderweg

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